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Autonomes Fahren

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Was früher noch Zukunftsmusik war, ist inzwischen real geworden. Autonomes Fahren zählt derzeit zu den wahrwerdenden Visionen führender Fahrzeughersteller weltweit. Auch innovative Technikkonzerne wie Google haben Interesse daran, solch visionäre Projekte in die Realität umzusetzen. Überall auf der Welt kommen mehr und mehr autonome Fahrzeuge zum Einsatz und werden technisch ausgereift. Dabei hat ein selbstfahrendes Kraftfahrzeug einige Regeln zu befolgen und ihm werden Grenzen gesetzt, um andere Verkehrsteilnehmer während der Testfahrten zu schützen. Welche Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sind, wo diese fahren und wie der Stand der Technik derzeit aussieht, wird nachfolgend näher erläutert.

 

Welche Fahrzeuge gibt es derzeit und wer forscht an diesen?

Alle namhaften Autohersteller forschen derzeit intensiv an der Technik, die autonomes Fahren voraussetzt. Darunter sind unter anderem Mercedes, Nissan, BMW, Ford und Tesla zu finden. Doch auch der Internetgigant Google ist mit seinen Waymo-Autos an der Entwicklung autonomer Fahrzeuge beteiligt. Google prognostiziert für 2017 die ersten Modelle für die Serienproduktion. Tesla setzt sich 2018 bis 2019 als Ziel. BMW und Ford wollen im Jahr 2021 in Serie gehen.

 

Wo sind autonome Fahrzeuge im Einsatz?

Bereits in den 1990er Jahren wurden erste autonome Fahrzeuge von der Universität der Bundeswehr auf Münchens Autobahnen getestet. Doch so richtig in Schwung ist die Forschung gekommen, als Google im Jahr 2011 ein Patent für sein selbstfahrendes Kraftfahrzeug erwirken konnte. Der Konzern, der inzwischen unter dem Namen Waymo an Systemen für selbstständiges Fahren forscht, bekam 2012 die erste Zulassung für Testfahrten auf den Straßen von Nevada. Im Jahr 2013 fuhr ein autonomes Fahrzeug von Mercedes die Strecke von Mannheim nach Pforzheim. Ein Jahr später schickte Audi ein selbstfahrendes Kraftfahrzeug aus dem Silicon Valley nach Las Vegas. Auch der KFZ-Riese Daimler testet auf den Straßen von Nevada. Der Autohersteller Nissan nutzt seit 2015 weltweit Autobahnen für seine Testfahrten. Der bayerische Konzern BMW arbeitet eng mit dem Chip-Hersteller Intel aus den USA und dem Kameraspezialisten Mobileye aus Israel zusammen, um autonomes Fahren zu ermöglichen. Dabei nutzen sie ab der zweiten Hälfte des Jahres 2017 die Münchner Autobahnen und erweitern ihr Testgelände auf die USA und Teile Israels.

 

Ist die Technik ausgereift?

Um selbstständiges Fahren zu ermöglichen, muss die Infrastruktur entsprechend angepasst werden. Deshalb wurde beispielsweise die Autobahn A9 zwischen Nürnberg und München in Bayern digital ausgestattet, sodass die Straße mit Fahrzeugen kommunizieren kann. So sollen zum Beispiel Staumeldungen an die PKW's weitergegeben werden. Die Autos haben zudem ebenfalls die Möglichkeit, Informationen untereinander auszutauschen. Das ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, reicht aber noch lange nicht aus, um autonomes Fahren massentauglich zu machen.

In den USA sind derzeit circa zwanzig Fahrzeuge von NOKIA's Kartendienst HERE unterwegs, um die Infrastruktur in den Staaten zu erfassen. Hierfür sammelt jedes Auto pro Meile ungefähr ein Gigabyte an Daten, um möglichst genau dabei vorzugehen.

Der Autohersteller Tesla versucht einen völlig anderen Weg einzuschlagen. Alle Fahrzeuge des innovativen Konzerns sammeln Daten während der Fahrt und geben diese an das Unternehmen weiter. So ist Tesla in der Lage, das Fahrverhalten genau zu studieren und die Technik der Fahrzeuge entsprechend anzupassen.

 

Die Stärken und Schwächen

Autonome Fahrzeuge könnten das weltweite Verkehrswesen revolutionieren. Laut Prognosen führender Beratungsunternehmen würden 90 % aller Unfälle verhindert werden und nur noch 20 % der derzeit benötigten Autos im Einsatz sein. Dadurch und aufgrund geringerer Fahrzeugabstände, die durch selbstständig fahrende Fahrzeuge möglich wären, sollen Emissionen und Stau reduziert werden.

Doch bei allen Vorteilen wird gerne über die möglichen Nachteile hinweggesehen. Ein selbstfahrendes Kraftfahrzeug öffnet der Cyberkriminalität die Türen. Es könnte gehackt werden und beabsichtigte Unfälle wären die Folge. Außerdem stehen diverse ethische Konflikte im Raum. Eine Maschine hat nicht dasselbe Moralempfinden wie ein Mensch, weshalb sie nicht zwingend richtig entscheiden und handeln wird, wenn beispielweise ein Kind hinter einem Auto hervor auf die Straße springt und das Fahrzeug nur in den Gegenverkehr ausweichen kann. Zudem stellt sich sodann die Frage, wer bei Unfällen für die entstandenen Schäden haftet.

 

Die Grenzen der Technik

Die Autoindustrie zielt auf Mobilität für alle. Egal, ob alt oder jung, jeder soll die Möglichkeit haben, jederzeit sein gewünschtes Ziel erreichen zu können. So könnten auch Menschen mit Behinderungen oder ältere Personen autonome Fahrzeuge nutzen. Doch momentan bereiten Wetterbedingungen wie Regen und Schnee den Herstellern große Probleme. Auch ist die Infrastruktur noch nicht ausreichend an die Voraussetzungen für autonomes Fahren angepasst. Jedoch sind das Punkte, die aufgrund der eifrigen Forschung der Technik- und Autokonzerne in Zukunft womöglich kein Hindernis mehr darstellen werden.

 

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1 Kommentar

  • Dieter gepostet von Dieter
    Dienstag, 06 Juni 2017 19:37

    Das Autonome Fahren, halte ich für Blödsinn. Wo bleibt den da noch der Spaß.