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Kein seltenes Phänomen: Die Angst vor Tunneln

Was für die einen selbstverständlich ist, stellt für die anderen eine fast unüberwindbare Hürde dar: das Fahren durch einen Tunnel! Viele Menschen fühlen sich unwohl in einem Tunnel, was ganz natürlich ist. Bei einigen Personen verbirgt sich dahinter jedoch eine regelrechte Angststörung. Nicht selten fahren sie große Umwege, nur um die Fahrt durch einen Tunnel zu vermeiden.

 

Was bedeutet Tunnelangst?

Einige Menschen verspüren panische Angst, wenn sie mit ihrem Auto einen Tunnel durchqueren. Man könnte es auch als eine Art der Klaustrophobie beschreiben, also der Angst in bzw. vor geschlossenen Räumen. Befindet sich eine betroffene Person nun in einem Tunnel, weckt der geschlossene Raum das Gefühl, nicht mehr herauszufinden und ersticken zu müssen. Je nach Ausprägung dieses Angstgefühls kann sich daraus sogar eine Panikattacke entwickeln.

 

Wie äußert sich die Tunnelangst?

Für Menschen mit einer ausgeprägten Tunnelangst und damit verbunden der Angst vor Enge und Dunkelheit kann sich das Problem beim Autofahren sogar zu einer großen Gefahr entwickeln. So kommt es bei einer Fahrt durch einen Tunnel nicht selten zu heftigen Stressreaktionen, die mit Zittern, Atemnot, Schweißausbrüchen und Herzrasen einhergehen können. Nimmt der Betroffene diese Symptome dann wahr, kann sich sein Zustand sogar noch verschlimmern. Die Angst wächst und entwickelt sich im schlimmsten Fall zu einer Panikattacke. Besonders gefährlich ist dies, wenn der Betroffene selbst am Steuer sitzt. Eine sichere Fahrweise ist dann nicht mehr gewährleistet.

Bei manchen Personen reicht übrigens allein der Gedanke an eine Tunnelfahrt, um die genannten Symptome hervorzurufen!

 

Tipps gegen die Angst vor Tunnelfahrten

Fährt man mit dem Pkw durch einen Tunnel, kann dies ein mulmiges Gefühl in der Magengegend hervorrufen. Dies ist ein ganz normaler Vorgang. Wer von vornherein aber Nervosität und Angst verspürt, kann mit einer entsprechenden Vorbereitung und Tricks die Nerven etwas beruhigen.

  1. Vor der Fahrt/Reise ist es wichtig, Informationen über alle Tunnels einzuholen, die durchquert werden müssen. Das Wissen darüber hat bereits einen beruhigenden Effekt.
  2. Gegebenenfalls ist vorab zu prüfen, ob es Alternativrouten gibt und so der eine oder andere Tunnel gemieden werden kann.
  3. Die Geschwindigkeit im Tunnel darf ruhig etwas gedrosselt werden, auch wenn theoretisch schneller gefahren werden darf. Dies senkt den Stresspegel.
  4. Während der Durchfahrt ist es wichtig, positiv zu denken sowie auch an die technischen wie baulichen Sicherheitsvorkehrungen, über die jeder lange Tunnel heute verfügt.
  5. Ruhiges und bewusstes Ein- und Ausatmen wirkt ebenfalls beruhigend.
  6. Eine Unterhaltung mit den anderen Insassen oder das Hören von Musik kann ebenfalls für Entspannung sorgen.

Personen, bei denen die Tunnelangst sehr stark ausgeprägt ist, ist anzuraten, sich professionelle Hilfe von einem Arzt zu holen. Es leiden heute viele Menschen unter der Angst vor Tunneln. Das Problem ist Ärzten also gut bekannt. Die Angst kann überwunden werden, zum Beispiel mit einer Konfrontationstherapie und einer kognitiven Verhaltenstherapie.

 

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