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Die Bremse im Winter: Hinweise für die richtige Nutzung

Die dunkle und vor allem nasskalte Jahreszeit stellt eine besondere Gefahr für alle Autofahrer dar. Nicht nur, dass es frühzeitig dunkel wird und jederzeit mit glatten Straßen gerechnet werden muss. Die Feuchtigkeit kann für Probleme am Auto sorgen. Insbesondere die Bremse, eigentlich das wichtigste Bauteil am Fahrzeug, kann in ihrer Funktion eingeschränkt sein. Deshalb ist es besonders Rat, einige Hinweise und Tipps zu beachten, damit die Fahrt im Winter nicht zu Gefahr wird.

Es lohnt sich immer, einen prüfenden Blick auf die Bremse zu werden. Sind die Beläge noch ausreichend vorhanden? Oder hat die Bremsscheibe auffällige Schäden, wie Risse oder Verfärbungen? Der Verschleiß ist ein wichtiges Thema, das jederzeit beachtet werden sollte. Am Rand der Bremsscheibe bildet sich ein fühlbarer Grat, an dem die Abnutzung geprüft werden kann. Je stärker der Rand, desto höher der Verschleiß. Im Zweifel sollte eine Werkstatt den Zustand der Bremsanlage prüfen. Überhaupt gilt: Arbeiten oder Reparaturen an der Bremse sollten niemals selbstständig durchgeführt werden!

 

Auch geprüfte Bremsen können im Winter gefährlich werden

Eine Kontrolle gibt Sicherheit, allerdings sollte im Winter dennoch bedacht werden, dass es zu Problemen kommen könnte. Denn: Feuchtigkeit und Kälte können für Einschränkungen bei der Bremskraft sorgen. Insbesondere bei Regen ist es möglich, dass sich ein leichter Wasserfilm auf die Bremsscheibe legt. Beim nächsten Bremsmanöver verhindert die Feuchtigkeit zunächst, dass sich die Beläge auf die Scheibe legen können. Bis die volle Bremskraft erreicht wird, dauert es kurz, nämlich so lange, bis das Wasser verdrängt ist. Einen ähnlichen Effekt stellt das bekannte "Aquaplaning" bei den Reifen dar.

Insbesondere Sportwagen oder teurere Fahrzeuge verfügen über belüftete Bremsscheiben. Die Kühlung erfolgt in diesem Fall entweder durch Löcher oder Nuten. Das bringt allerdings einen weiteren Vorteil: Das Wasser kann besser abgeführt werden und die Bremskraft ist schneller vorhanden. Egal welches Fahrzeug: Im Winter und bei Regen sollte grundsätzlich bedacht werden, dass es eine kurze Zeit dauern kann, bis die Bremse ihre volle Wirkung zeigt.

 

Kein seltenes Winterproblem: Eine feste Bremse

Autofahrer, die frühmorgens zur Arbeit fahren, werden häufig von einem bekannten Problem überrascht, nämlich einer festen Bremse. Die Handbremse sollte im Winter ohnehin nicht angezogen werden, um ein Festfrieren zu vermeiden. Trotzdem kann es zu einer festen Bremse kommen, für die ebenfalls die Feuchtigkeit zwischen den Belägen und der Scheibe verantwortlich ist. Der Wasserfilm friert ein und verbindet die beiden Teile der Bremsanlage. In der Regel ist es gar nicht schlimm, einfach loszufahren. Es kann zwar zu einem schleifenden Geräusch kommen, dass jedoch nach wenigen Metern bereits verstummt ist. Sollte es dennoch bleiben, ist ein Besuch in der Werkstatt empfehlenswert. Autofahrer können das Problem vermeiden, indem sie die Bremse kurz schleifen lassen, bevor das Auto für längere Zeit oder über Nacht abgestellt wird.

 

Schnee & Eis: Wie muss man sich verhalten?

Autofahrer müssen im Winter damit rechnen, dass Sie plötzlich vom Schnee überrascht werden. Die perfekten Winterreifen, zum Beispiel von Oponeo (https://www.oponeo.at/) sind dann besonders wichtig. Es ist allerdings auch hilfreich, das richtige Verhalten zu kennen, vor allem beim Bremsen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei einem starken Bremsmanöver das Anti-Blockier-System (ABS) eingreifen wird. Autofahrer sollten nicht erschreckt sein, wenn das Auto plötzlich anfängt zu Stottern. Das ist kein Defekt, sondern stellt die Lenkbarkeit sicher.

Bei Autos, die kein ABS besitzen, kommt es auf die Fahrkünste der Fahrer an. Mit der bekannten "Stotterbremse" kann das Verhalten des Anti-Blockier-Systems nachgestellt werden. Es ist hilfreich, dieses Manöver auf einem abgelegenen Gelände oder einem verlassenen Industriegebiet einmal zu testen und vor allem zu lernen, um im Notfall nicht überrascht zu werden. Der Fahrer muss bei blockierten Rädern eine "pulsierende Bremsung" durchführen, also das Bremspedal kurzzeitig wieder lösen, um es anschließend wieder zu treten. Auf diese Weise rollen die Räder wieder und das Fahrzeug bleibt lenkbar, etwa um Hindernisse ausweichen zu können.

Hilfreich ist natürlich auch eine vorausschauende Fahrweise, um derartige Situationen gar nicht zu provozieren. Vor allem im Winter sollte die Geschwindigkeit angepasst werden. Wer langsam fährt, muss weniger bremsen und kommt im Notfall schon vor dem Hindernis, das durchaus ein Mensch sein kann, zum Stehen. Das sollte beim Autofahren im Winter unbedingt bedacht werden. Denn es ist besser, dass die Fahrer und ihre Insassen später ans Ziel kommen, als gar nicht...

 

 

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